Gartenhaus am Holstenkamp

Das Gartenhaus am Holstenkamp wurde als individuelle Lösung für einen Schrebergarten konzipiert. Aufgrund einer geplanten Umsiedelung der Kleingartenanlage in absehbarer Zeit, wurde das Gartenhaus so konzipiert, dass es sich zurückbauen lässt: Es besteht zum Großteil aus Europaletten, die nach dem Rückbau wieder dem bestehenden Pfandsystem zugeführt werden können. Betonsockel unter dem Gartenhaus ermöglichen eine Durchlüftung des Bodens und sorgen zugleich für eine Erhöhung der 23qm großen Bodenplatte auf Sitzbank-Niveau. Hierdurch entsteht eine um den 8qm großen Innenraum herum laufende Sitzbank, die von allen Seiten des Gartens aus zugänglich ist, wobei das Haus wahlweise Schatten spendet oder zum Sonnen einlädt. Auf der Vorderseite des Hauses verbreitert sich die Sitzbank zu einer Terrasse. Die zwei großen Schwenktüren des Raumes ermöglichen es, den Innenraum auf die Terrasse zu erweitern und können zugleich als Sonnen-, Wind- und Sichtschutz genutzt werden. Im Innenraum dienen die Schlitze der Europaletten als natürliche Fenster und die Paletten-Innenseite verwandelt die komplette Innenwand des Raumes in ein Regalsystem, welches Abstellmöglichkeiten für Gegenstände bietet. Die gesamte Konstruktion wird von einem Pultdach geschützt, auf dem Regenwasser für die weitere Verwendung im Garten gesammelt werden kann. Das Haus ist mit möglichst wenigen unterschiedlichen Bauteilen konzipiert, deren Grundmaterialien leicht im Handel zu beschaffen sind.

Eine Vorversion der Anleitung für den Aufbau gibt es hier zum Downloaden: http://www.gestaltungsberatung.org/projekt/palettengartenhaus/?view=full

Die Anleitung steht unter den Creative Commons : Namensnennung, nicht kommerziell und Weitergabe der Pläne unter gleichen Bedingungen.

Charlotte Dieckmann und Daniel Pietschmann

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